Berufsbild



Dieses Berufsbild wurde von der Fachvereinigung für Berufsberatung FAB herausgegeben und ist in allen deutsch- und französischsprachigen Berufsberatungsstellen registriert.

Unsere moderne Gesellschaft ist sehr mobil, individualistisch und anspruchsvoll in allen Lebensbereichen. Dies gilt auch für die Dienstleistungen im Todesfall. Ein Begräbnis wird nicht mehr als eine Angelegenheit der Kirche, der nachbarschaftlichen Hilfe angesehen.

Menschen sterben heute viel öfter im Spital, in Alters- und Pflegeheimen als dies früher der Fall war. Tödliche Unfälle geschehen im Verkehr, am Arbeitsplatz, bei Sport- und Freizeitaktivitäten. Todesfälle von Angehörigen im Ausland (Ferien, Arbeit) sind häufig.

Als Folge davon und der vielen staatlichen Vorschriften und Bestimmungen wegen, wurde letztlich alles, was die Bestattung betrifft, immer mehr zu einer beruflichen und kommerziellen Angelegenheit.

Der Bestatter/ die Bestatterin kann im Todesfall folgende Aufgaben übernehmen:


Beratungsgespräch mit Hinterbliebenen
Individuelle Wünsche der Trauerfamilien erfüllen (Sarg, Sterbekleid, persönliche Kleidung, Urne, Blumen, Formalitäten usw.)
Einsargen und Aufbahren
Überführungen (Friedhof, Krematorium)
Überführungen vom und ins Ausland
Trauerfeier organisieren
Blumen, Kränze, Sargschmuck bestellen
Text für Todesanzeigen abfassen
Leidzirkulare und Danksagungen drucken
Amtliche Dokumente besorgen
Vermittlung von Grabmalen
Sterbevorsorge ( regelt die organisatorischen und finanziellen Fragen vor dem Tod)


Der Bestatter/die Bestatterin hat immer mehr auch eine soziale Aufgabe zu erfüllen - letzter Dienst am verstorbenen Mitmenschen, Beratung und Begleitung der Hinterbliebenen.


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